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Lengenfeld kehrt in Vogtlandliga zurück!

Martin Rahmig, 09.07.2014

Lengenfeld kehrt in Vogtlandliga zurück!

Bildtext: Pascal Herzog (rechts) wird von den Lengenfelder Mitspielern geherzt. Er hatte mit 17 Toren großen Anteil am Erfolg.

FOTO: JOACHIM THOSS

 

Lengenfeld kehrt mit gedämpfter Freude in die Vogtlandliga zurück
Für die VfB-Kicker wird die Saisonabschlussfeier am Wochenende zur verspäteten Aufstiegsparty. Lange war nicht klar, ob der zweite Platz in der Vogtlandklasse für den Sprung nach oben reicht.

VON MONTY GRÄSSLER

LENGENFELD - Den sofortigen Wiederaufstieg in die Fußball-Vogtlandliga hatte sich der VfB Lengenfeld anders vorgestellt. "Normalerweise ist es ja so, dass der Schiedsrichter das letzte Spiel abpfeift und dann die Party auf dem Platz schon losgeht", sagt der Lengenfelder Abteilungsleiter Mario Herzog. Doch nach Feiern war den Jungs von Trainer Thomas Sachs vor zweieinhalb Wochen nach dem abschließenden 2:0-Erfolg beim SV Coschütz nur bedingt zu Mute. Da Wernesgrün zeitgleich gegen Unterlosa gewonnen hatte, blieb dem VfB Lengenfeld in der Abschlusstabelle der Vogtlandklasse nur der zweite Platz.

Der hätte im Normalfall auch zum Aufstieg gereicht (im Vorjahr stiegen sogar die ersten Drei auf), wenn mit dem FSV Treuen und dem SV Merkur Oelsnitz in dieser Saison nicht gleich zwei vogtländische Vereine auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga eingekommen wären. So begann in Lengenfeld das Bangen und Zittern. Zunächst machten die Gerüchte vom Rückzug mehrerer Vereine aus der Landesliga den VfB-Kickern Hoffnung. Denn das eröffnete die Möglichkeit, dass Treuen als Drittletzter der Bezirksliga doch oben bleibt und so der 14. Startplatz in der Vogtlandliga frei wird.

Am Ende kam es ganz anders. Ende Juni zeichnete sich ab, dass die Lengenfelder von der Krise beim FSV Treuen profitieren. Da sich dort die komplette erste Mannschaft abmeldete, verzichtete der FSV auf den Startplatz in der Vogtlandliga. Den übernimmt Lengenfeld jetzt mit etwas gemischten Gefühlen. "Klar freuen sich alle. Aber durch die lange Unsicherheit und das Hin und Her ist es natürlich etwas völlig anderes als bei unserem letzten Aufstieg", sagt Mario Herzog.

"Es ist etwas völlig anderes als beim letzten Aufstieg."

Mario Herzog VfB-Abteilungsleiter

Die Ungewissheit, in welcher Liga der VfB im kommenden Jahr spielt, erschwerte die Personalplanungen. Laut Mario Herzog gab es mehrere Gespräche mit potenziellen Zugängen, die sich dann aber für Vereine entschieden hätten, bei denen definitiv feststand, dass sie in der Vogtlandliga mitmischen. Von daher geht der Abteilungsleiter jetzt davon aus, dass Lengenfeld mit unverändertem Kader antritt. "Als sich unser Aufstieg abzeichnete, waren die Brötchen im Prinzip schon verteilt", sagt Mario Herzog.

Dessen ungeachtet nimmt der VfB Lengenfeld, der im Vorjahr mit nur drei Punkten Rückstand auf Concordia Plauen abgestiegen war, den Neustart in der höchsten Spielklasse des Vogtlandes guter Dinge in Angriff. Mut macht den Verantwortlichen unter anderem die gute Rolle der Vorjahresaufsteiger Neustadt und Rodewisch. "Ich denke, dass die letzten vier, fünf Mannschaften der Vogtlandliga und die Spitzenvereine der Vogtlandklasse etwa auf dem gleichen Level spielen. Das heißt für uns, wenn die Einstellung stimmt, können wir auch die nötigen Punkte holen", sagt Mario Herzog. Dass er die Einstellung anspricht, ist kein Zufall. In der Vogtlandklasse hatte Lengenfeld einfach zu viele Punkte gegen die vermeintlich leichten Gegner liegen gelassen.

Das wird die Stimmung am bevorstehenden Wochenende kaum trüben, wenn aus Anlass der Saisonabschlussfeier endlich auch der Aufstieg richtig gefeiert werden soll. Ab Dienstag will die Elf von Thomas Sachs dann im Training die notwendigen Grundlagen für den Verbleib in der Vogtlandliga schaffen. Testspiele wird es unter anderem gegen Kirchberg und gegen Lok Zwickau II geben. Darüber hinaus ist eine Partie gegen einen höherklassigen Gegner vorgesehen. Mario Herzog: "Unter dem neuen Trainer hat sich viel getan. Wichtig ist, dass die Jungs mit Spaß bei der Sache sind und ihren Weg weitergehen."


Quelle:Freie Presse






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