Einen Favoriten wird's erwischen
Mitglied der Redaktion, 04.01.2014
Einen Favoriten wird's erwischen
Bildtext: Für den Lengenfelder Benjamin-Roy Müller (links), der in dieser Szene aus der Vorrunde RFC-Routinier Carlo Kästner abblocken will, wird es morgen mit dem VfB in der Zwischenrunde ernst. - Foto: Joachim Thoß
Bei der Hallenfußball-Kreismeisterschaft geht es um die Wurst: 14 Teams spielen in zwei Turnieren um die vier noch offenen Startplätze für die Endrunde am 18. Januar.
PLAUEN - In der dritten Zwischenrunde der Hallenkreismeisterschaft um den Pokal der "Freien Presse" kommt es heute, 14 Uhr in Plauen zum Showdown: Mit dem 1. FC Rodewisch, dem SV Fronberg Schreiersgrün und dem VFC Plauen II treffen der Titelverteidiger sowie der Zweite und Dritte des Vorjahres in der sieben Mannschaften starken Staffel aufeinander. Da sich nur die beiden Erstplatzierten für die Endrunde qualifizieren, steht schon vor dem Anpfiff in der Sporthalle an der Wieprechtstraße fest: Einer der Favoriten muss dran glauben.
"Wir nehmen es, wie es kommt"
Mario Herzog Lengenfelder Fußballchef
Bezirksligist VFC Plauen II hat mit fünf Siegen und 31:1 Toren die beste Vorrundenbilanz aufzuweisen. Trainer Ronald Färber hält den Ball aber flach: "Das spielerische Niveau in den ersten Zwischenrunden war gut. Der Turnierverlauf zeigt aber, dass es in der Halle keinen Klassenunterschied gibt. Wir sind nicht der Favorit, wollen aber weiterkommen. Es wird aber kein Selbstläufer." Auch Vorjahresmeister 1. FC Rodewisch trat in der Vorrunde souverän auf. Für Vereinschef Stefan Gäbler steht dennoch fest: "Unsere Jungs müssen sich steigern, um wieder in die Endrunde zu kommen."
Mit einem kleinen Handicap muss der SV Schreiersgrün leben. Da der Hallenkreismeister von 2011 heute zeitgleich beim Bad-Brambacher-Cup in Oelsnitz mitmischt, wagt er einen Spagat. "Wir haben für beide Turniere schlagkräftige Teams zusammengestellt, die jeweils möglichst weit kommen sollen", sagt Trainer Ulf Hocher. Den drei Top-Favoriten am ehesten in die Suppe spuken kann wohl der Vogtlandklasse-Vertreter VFC Adorf, der in der Vorrunde mit fünf Siegen überraschte. "In der Zwischenrunde sind wir trotzdem Außenseiter", sagt Vereinschef Göran Albert. Für die Kreisligisten Plauen Nord und Mühltroff sowie den VfB Pausa (1. Kreisklasse) war schon der Einzug in die zweite Runde ein Erfolg.
Unter ganz anderen Vorzeichen wird am Sonntag, 14 Uhr in der Halle an der Wieprechtstraße das vierte und letzte Zwischenrundenturnier angepfiffen. Mit dem VfB Lengenfeld (Siebenter 2011) und dem VfB Auerbach II (Siebenter 2012) sind nur zwei Teams am Start, die überhaupt schon einmal die Endrunde erreichten. Da ist Spannung garantiert und eine Prognose schwer.
"Die Zwischenrunde war unser Minimalziel. Jetzt nehmen wir es, wie es kommt. Wir sehen durchaus Chancen, aber Priorität hat für uns die Vogtlandklasse", sagt Mario Herzog, Abteilungsleiter des VfB Lengenfeld. Vom spielerischen Potenzial her müssten mit Auerbach II und Schöneck die beiden Vogtlandliga-Teams den Ton angeben. Die Obervogtländer gehen das Turnier jedoch relativ entspannt an. "Wir wollen uns nicht blamieren, aber vor allem der Spaß soll im Vordergrund stehen", sagt Trainer Rüdiger Spies.
Einiges ist unterdessen auch der seit Jahren in der Halle eine gute Rolle spielenden SG Jößnitz (Vogtlandklasse) zuzutrauen, die im Vorjahr in der Zwischenrunde hinter Reichenbach, Plauen II und Oelsnitz ausgeschieden war. Komplettiert wird das Starterfeld von den Kreis- ligisten BC Erlbach und SG Rotschau, die mit ihren Vorrundensiegen bereits für Aufsehen sorgten, sowie vom FSV Ellefeld.
Bereits für die Endrunde qualifiziert haben sich der Reichenbacher FC, der FC Fortuna Plauen, der SV Kottengrün und die SG Neustadt.
Quelle:Freie Presse