VfB bringt Spitzenreiter erste Niederlage bei!!!
Martin Rahmig, 04.03.2013
Bildtext: Mit Haken und Ösen. Das Prestige-Duell war auch ein Duell der Abwehrreihen. In diesem Fall schenkt Lengenfelds Erik Marckhoff (rechts) RFC-Angreifer Falko Krötzsch nichts. Am Ende setzte sich der Biss der Lengenfelder durch. - Foto: Franko Martin
Paukenschlag am Wasserturm!
Fußball-Vogtlandliga: Der VfB Lengenfeld hat bei Tabellenführer Reichenbacher FC 4:3 gewonnen und damit eine kleine Sensation geschafft. Nutznießer ist der SV Kottengrün der bei Fortuna ein 5:1 feierte.
Reichenbach- Was für ein Paukenschlag. Der VfB Lengenfeld hat sich gestern mit einem sensationellen 4:3 (2:2) beim bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter Reichenbacher FC aus der Winterpause zurückgemeldet und sich damit völlig überraschend Luft im Tabellenkeller der Vogtlandliga verschafft. Damit kassierten die Hausherren ihre erste Heimpleite seit mehr als anderthalb Jahren (28.8.2011-1:2 gegen Schneeberg), der Gast beendet seine Talfahrt mit nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen.
Auf dem Kunstrasen am Wasserturm hatte die RFC-Defensive einen Rabenschwarzen Tag erwischt und quasi bei allen Gegentreffern mitgeholfen. Zweimal sprang Libero Gorschinek der Ball an den angewinkelten Arm, zweimal zeigte Zimmermann auf den Elfmeterpunkt. Beim zweiten Treffer vom Punkt zeigte die Uhr gerade mal 13. Sekunden in Hälfte zwei an: Christian Mothes münzte vom Punkt eine 2:1-Führung der Gastgeber in eine VfB-Führung um. Als später der für den verletzt ausgeschiedenen Keeper Ziesche eingewechselte Kowalski bei einer Eingabe im Herauslaufen zögerte, war die Sensation greifbar: Behlau staubte ab und bescherte dem VfB einen Zweitorevorsprung. Der hielt bis kurz vor Schluss, weil der RFC trotz Dauerbelagerung des Lengenfelder Strafraumes keine Lücken fand. Was durchkam, war eine Beute des überragenden Petzoldt, wurde vom Aluminium aufgehalten (Schwandner, Landmesser) oder zischte per Kopf vorbei (Schwandner, Einsiedel, Landmesser).
Schon vor der Pause vergab Reichenbach einige Hochkaräter. Für den VfB ergaben sich gute Kontergelegenheiten (Behlau lupfte den Ball am Tor vorbei). Wer aber von den einheimischen Fans nach Einsiedels Doppelschlag auf das Einbiegen in die "erwarteten Bahnen" hoffte, wurde eines Besseren belehrt. Die Gäste setzten auf lange Bälle und Konter und erarbeiteten sich kämpferisch Fleißnoten. In Hektik verfielen sie dabei nie. Mit dem Rückstand im Rücken agierte der RFC zwar überlegen, aber zu durchschaubar. Meist war in der zugebauten Mitte Endstation. Zwar glückte Nötzel in der fünften Nachspielminute per Freistoß der Anschluss, doch unmittelbar darauf pfiff Zimmermann ab.
Nicht nur VfB-Neutrainer Jürgen Schmidt strahlte, den ein Einstand nach Maß glückte. „Darauf lässt sich aufbauen. Jetzt müssen wir nachwaschen. Denn dieser Sieg ist nur dann etwas wert, wenn wir in den kommenden Runden weiter gegen den Abstieg punkten. Wir besaßen heute das Quäntchen Glück, welches uns im Herbst oftmals fehlte.“, meinte sein Kapitän Norman Berger unmittelbar nach Spielende. Sein Pedant auf der anderen Seite Robert Nötzel sah zwei Hauptgründe der Niederlage: „Hinten haben wir heute das Spiel verloren. Vorn ließen wir zudem zu viele Chancen liegen. Und zwei Handelfmeter bekommt man auch nicht alle Tage gegen sich zugesprochen. Ich hoffe, es war der berühmte Warnschuss zur rechten Zeit.“
Quelle:Freie Presse+ RFC