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Weg für Bolzplatz und Co geebnet

Mitglied der Redaktion, 21.01.2016

Weg für Bolzplatz und Co geebnet

Bildtext: Blick auf den zugeschneiten Hartplatz des Lengenfelder Stadionkomplexes. Auch bei eisigen Temperaturen ruhen die Rodungsarbeiten am gegenüberliegenden Bahndamm nicht. Durch den Damm führen Tunnel (siehe nebenstehendes Foto), die im Zuge des Hochwasserschutzes reaktiviert werden sollen.

 

Lengenfeld schiebt im Zuge der kürzlich begonnenen Stadionsanierung weitere Projekte an. Für den Hochwasserschutz sollen auch alte Abflussgräben reaktiviert werden.

Von Silvia Kölbel

Lengenfeld - Die Stadt Lengenfeld will im Zuge der Beseitigung von Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 am Sportstadion unter anderem einen neuen Bolzplatz bauen, Flutlichtanlagen und Ballfangzäune errichten und eine Tribüne aufstellen. Den dafür notwendigen Bauantrag hat der Technische Ausschuss am Montag auf den Weg gebracht. Außerdem ist es für den Bau des neuen Bolzplatzes erforderlich, von der Deutschen Bahn zwei Grundstücke zu erwerben, mit einer Gesamtgröße von 7000 Quadratmetern. Nach Aussage von Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) sind die bereits seit fast drei Jahren laufenden Verhandlungen dazu "auch auf einem guten Weg". Geplanter Beginn des zweiten Bauabschnittes der kürzlich begonnenen Stadionsanierung ist im Frühjahr.

Erdauswahl unter Auflagen

Derzeit sind trotz des winterlichen Wetters Arbeiten im Rahmen des ersten Bauabschnittes im Gange. Unter anderem werden Ausspülungen am Göltzschufer beseitigt. Auch der Bau einer neuen Fußgängerbrücke über die Göltzsch am Waldkirchner Weg steht bevor. Bei den Maßnahmen am Fluss sind indes strenge Auflagen einzuhalten, informierte der Ortschef: "Wir dürfen nur neophytenfreie Erde einbauen." Das ist Erde, die frei ist von Samen oder Wurzeln von Pflanzen, die aus anderen Gebieten eingewandert sind. Dazu zählen unter anderem Drüsiges Springkraut, Japanischer Knöterich oder Riesenbärenklau. Diese Pflanzen verbreiten sich sehr stark und verdrängen die einheimische Flora.

Stadtrat Jürgen Frank (BIL), der Vizevorsitzender des VfB Lengenfeld ist, wies zudem auf einen anderen Aspekt hin: Während das Stadion und der Bolzplatz auf einer Seite mehr oder weniger direkt vom Bahndamm begrenzt sind, sei es nötig, auch auf der anderen Seite des Bahndammes dafür zu sorgen, dass bei Starkregen ankommende Wassermassen kontrolliert abfließen können. Deshalb will die Stadt alte Abflussgräben wieder aktivieren.

Einer der Gräben führt durch eine Kleingartenanlage. 2013 stand auch dieses Areal einen dreiviertel Meter unter Wasser - unter anderem, weil ein Tor, das sich nicht öffnen ließ, das Abfließen des Wassers verhinderte. Kaninchen ertranken damals in ihren Ställen. Bachmann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich die Kleingartenanlage im Überflutungsgebiet der Göltzsch befinde und sich das Risiko einer Überschwemmung nie ganz ausschließen lasse.

Graben lange vernachlässigt

Ein anderer Graben soll den Plohnbach entlasten und das Wasser in die Göltzsch ableiten, ohne dass das Sportstadion in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch dieser Entwässerungsgraben wurde viele Jahre vernachlässigt und ist zugewachsen. Deshalb konnte er vor drei Jahren seine Funktion nicht erfüllen. Eine Genehmigung des Eigentümers der Fläche, auf der sich der Graben befindet, sei nicht erforderlich, so Bauamtsleiter Dirk Brandt: Es handele sich bei den Eingriffen nur um Pflegemaßnahmen, die der Eigentümer dulden müsse.


Quelle:Freie Presse






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