VfB Lengenfeld 1908 e.V.

Packendes Tooooooooooooorfestival im Göltzschtal-Derby

Matthias Böttger, 11.05.2019

Packendes Tooooooooooooorfestival im Göltzschtal-Derby

Bei bestem Fussballwetter startete unsere Ü35 am gestrigen Freitag (10.05) in die neue Saison. Zum Auftakt hatten wir dann, mit dem 1. FC Rodewisch, nicht nur einen Hochkaräter zu Gast, sondern das Spiel sollte sich nahtlos in diese kuriose Fussballwoche einfügen – aber immer schön der Reihe nach.

Das gegenseitige Abtasten nach dem Anpfiff sollte nicht allzu lange dauern bis beide Mannschaften versuchten zielstrebig den Weg zum Tor zu suchen. Mit Vorteil für uns: 7. Spielminute, Leo schlägt im Boateng-Style, eine lange Flanke Richtung Gästetor. Der Ball ist eigentlich zu lange und scheint schon sichere Beute für den Torhüter, als Andreas W“iesel“ill (nach dem HSV-Abstieg für ein Wernesgrüner-Jahresabo ins Vogtland gewechselt :-) dem Ball doch hinterhergeht und den FC-Keeper aus kürzester Distanz „überköpft“ – 1:0 für uns… aber kaum Zeit zum Durchatmen, denn Rodewisch zeigt sich vom Rückstand merklich unbeeindruckt und kommt kurz darauf fast im Minutentakt zu 3 Großchancen, zu denen sie durch schlampiges und überhastetes Aufbauspiel unsere Hintermannschaft eingeladen wurden. Zwei davon klärt unser Keeper Nika ganz stark im 1:1 – beim 3. Mal rettet uns der Pfosten glücklich vor dem Ausgleich, als Wolf aus 3 Metern abzieht.

Es sollte weiter ein Spiel der, auf beiden Seiten glänzend aufgelegten, Offensiven bleiben. Denn auch unser Quintett um D.v.Jane, Andreas, Esse, Rossi und Rene wirbelten die Rodewischer Hintermannschaft ordentlich durcheinander. Ließen dabei aber auch einige 100ige liegen, eh dann doch Jan am 16er-Rand etwas viel Platz gelassen wird und trocken ins linke Eck abschließt  - 2:0. Weiter gings mit dem munteren Scheibenschießen, ein herrlicher Pass von Rud (in seinem Ü35 Debüt) in den Lauf von Andreas, der lässt den rauslaufenden Goalie sehenswert aussteigen und netzt das Ding dann locker zum 3:0 ein. In dieser Phase wirkte Rodewisch jetzt sichtlich angeknockt, was sich auch an einigen emotionalen Diskussionen nach Schiri-Entscheidungen zeigte.

Mitten dort hinein setzte Jan dann aber die beste fußballerische Antwort und stellt die Anzeigetafel, kurz vor der Pause noch auf 4:0… ein Ding, was man so normal einfach von der Uhr spielt – wenn ja wenn es da nicht die tiefstehende Abendsonne gäbe, sonst eine romantische Kiste, für den Keeper aber... naja! Letzten Spielminute, Ecke Rodewisch, Nika sieht den Ball gegen sie Sonne nicht und das Leder schlägt ohne weiteren Kontakt direkt ins lange Eck – 1:4 Anschluss und Notiz an uns: das kann also nicht nur der Baslers Mario J

Halbzeitfazit, wir bringen nach vorn ordentlich Feuer, müssen aber hinten deutlich ruhig und auch sicherer spielen. Gleichzeitig die Frage, kann eine Mannschaft nach einem 3-Tore Rückstand noch zurückschlagen – klare Antwort aus dieser Woche… na sicher!

So wurde es eine wirklich verrückte zweite Halbzeit, in der wir durch 4 Leuten auf der Bank ordentlich durchwechselten. Erik übernahm für Andreas die rechte Außenbahn, Michi für Bunsky den Innenverteidiger und Schwo für Rene in die Sturmspitze. Rodewisch kam mit dem Schwung des Anschluss zurück aufs Feld und nutzte die Zeit, die wir für die Abstimmung mit den neuen Spielern brauchten konsequent aus. Besonders der agile Gästestürmer Oliver Wolf war in der kompletten 2. Halbzeit kaum oder häufig nur auf Kosten von Fouls zu stoppen. So kommt was kommen muss, Rodewisch erarbeitet sich Chance um Chance und kommt durch einen Distanzschuss, den unser Torhüter etwas unterschätzt, auf 4:2 ran.

Aber auch wir können offensiv, inzwischen besser eingespielt läuft der Ball wieder schnörkellos Richtung FC-Gehäuse. Allerdings im Abschluss jetzt bei weiten nicht mehr so präzise. Bis Esse dann in der 63. Minuten an der Strafraumkante schön frei gespielt wird und das passiert was vogtlandweit bekannt ist, wenn man seiner linken Klebe zu viel Raum lässt - Klingeling 5:2. Eigentlich genau die richtige Antwort und für jeden Fussballer der KO. Nicht so heute, statt jetzt einfach nach hinten dicht zu machen und einfach sicher die Zeit runter zu spielen, bringen wir durch eigene Fehler und, das müssen wir neidlos anerkennen, durch eine mentale und läuferische Glanzleistung der Gäste eben diese wieder zurück ins Spiel. Eine kurze Unordnung im VFB-Strafraum, nutzt Pehlke mit seiner ganzen Erfahrung eiskalt zum 3:5.

Gefühlt keine 5 Minuten später reagiert unsere Hintermannschaft inklusive Torhüter wieder zu langsam und Rodewisch sagt „Danke für das 4:5“. Für uns jetzt klar: wir müssen was ändern und bringen mit Matt noch mal Verstärkung in die Defensive. Was auch kurzzeitig etwas mehr Zugriff im Mittefeld sichert und auch wieder unsere eigene Offensive ins Rollen bringt.

Allerdings ist das Visier jetzt auf beiden Seiten auch völlig offen und es entwickelt sich ein Spiel was sicher für die Zuschauer kaum schöner und spannender anzuschauen ist. Mit einem wieder kleinen Vorteil für uns als Rud-Robert-Carlos aus 20 Metern das Leder unhaltbar ins linke Toreck zimmert. 6:4 und noch immer kein Ende, denn Rodewisch lässt sich davon nicht wirklich beeindrucken sondern schlägt postwendend doppelt zurück und schafft den unglaublichen 6:6 Ausgleich und hat, man möchte es kaum schreiben, sogar die Möglichkeiten darauf in Führung zu gehen.

Bis dann aber die Schlussphase wieder eher zu unseren Gunsten kippt. Jan-Aua-Mein-Knie-ich-wollte-eigentlich-schon-nach-45-Minuten-raus und auch Lie per Kopf vergeben frei aus Nahdistanz beste Möglichkeiten. Durch das Auflösen des 6’ers geht Matt jetzt mit ins Sturmzentrum und hat direkt durch einen schönen Pass in den Lauf Möglichkeit zur erneuten Führung, wird aber im Strafraum abgedrängt und verzieht. Um es allerdings dann 3 Minuten vor Schluss besser zu machen. Nach einer erneuten Diskussionsrunde – ohne Abpfiff, schaltet der heute überragende Rud am schnellsten und schickt Matt erneut in die Tiefe und zum Abschluss kommt. Der FC-Schlussmann ist zwar noch mit den Fingerspitzen dran aber der Ball schlägt neben dem rechten Pfosten ein – 7:6 für die Guten J! Dieses Ding bringen wir dann – heute unerwartet - doch noch nach Hause geschaukelt.

Vielen Dank an Rodewisch – auch wenn es 2-3 mal etwas emotional wurde, war es doch eins der Spiele die man sicher nicht so schnell vergisst. Kommenden Freitag geht es für uns wieder auf heimischen Geläuf gegen de Higgel-Füx aus Tannenbergsthal.

 


Quelle:Matt








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